Die Färöer Inseln – ein Exkurs in „The Land of Maybe“

Ein jeder hat bekanntlich Meilensteine in seinem Portfolio sowohl beruflich als auch privat. Einer dieser wichtigen Stationen war für mich Kopenhagen – begeistert von dem Lebensstil, dem dänischen Design und selbstverständlich von der Mode hat es mich in die Hauptstadt Dänemarks getrieben.

Dort lernte ich bei dem Label Soul Made was es heißt Designs zu entwickeln, sie zu verwirklichen, mit hochwertigen Materialien und Qualitäten zu arbeiten sowie Marketing- und Vetriebsaufgaben zu lösen – schlichtweg was es überhaupt bedeutet eine Marke zu etablieren.

Nun nach vier Jahren hat sich so einiges verändert – das Label Soul Made ist zurückgekehrt zu seinen Wurzeln, den Färöer Inseln, wo es seinen Ursprung hat. Ich habe im Oktober 2011 den Onlineshop Secret Closet scharfgeschalten und schon einige Zeit zuvor meine Zelte zurück in meine Heimat Leipzig verfrachtet. Der Kontakt zu Beinta, meiner ehemaligen Chefin und auch Freundin ist trotz der Entfernung weiterhin super. Es war daher also nur eine Frage der Zeit, bis ich meinen Koffer packen und mich auf den Weg auf die Färöer Inseln machen sollte. Für alle, die wie ich, in Geografie oft krank waren, das Eiland besteht aus 18 Inseln und liegt zwischen den britischen Inseln, Norwegen und Island.

Für ein Großstadtmädchen ist das mal richtig viel geballte Natur. Der Flug, von Berlin über Kopenhagen, war zur Hälfte mit einer amerikanischen Rockband belegt (der Name war „Beast …“ weiter weiß ich leider nicht mehr), was das ganze schon vorweg interessant gestaltet hat. Die Landung am Flughafen in Vágar selber: nix für schwache Nerven…. Hinter den Wolken folgen Wind und steile Felsen. Der Tag war, trotz der regen Schaukelbewegungen unseres Flugzeugs, recht mild, habe ich mir sagen lassen.

Das Panorama, das einen dort empfängt, kann man nur als atemberaubend, mächtig, gewaltig, supergigantisch, nicht-in-Worte-fassbar beschreiben. Grüne Berge, steile Felsen und Meer soweit das Auge reicht. Und da war noch was, um die 100.000 Schafe teilen sich die Inseln mit 50.000 Menschen. Nicht umsonst können die Färöer auf eine lange Tradition in der Verarbeitung und Aufbereitung von Wolle zurückblicken. Die Marke Soul Made ist schon immer dafür bekannt, traditionelle Strickmuster in neue Kompositionen zu interpretieren. Die Entwürfe finden sowohl bei den jungen Kundinnen als auch bei der Presse sehr viel Zuspruch. Das gemütliche und elegante Geschäft von Soul Made befindet sich in der Hauptstadt Torshavn. Wer es modisch rough und unangepasst mag, entscheidet sich für das avantgardistische Label Barbara I Gongini (das ist auch was für die Herren der Schöpfung) mit ihren nahezu eklektisch anmutenden Kollektionen schafft es interessante Kontraste.

Zu einem der wichtigsten Bestandteile eines Reiseberichts gehört natürlich das Essen. Viele Nationalgerichte beinhalten neben Fisch auch Schaf oder Lamm – nein, definitiv nix für Veganer. Hier wird in bester Tradition noch viel gesalzen und getrocknet. Das beste Restaurant am Platz Koks ist inspiriert vom populären und ebenso renommierten Restaurant Noma in Kopenhagen. Die Küche ist puristisch mit traditionellen Aspekten, wobei alle Zutaten lokal sind. Natürlich kann man auch einfach essen, aber allein für die Aussicht sollte man das Restaurant auf seinen Programmpunkt setzen.

Das Beste kommt ja bekanntlich immer zum Schluss, und das war hier die Natur. Die Färöer Inseln sind zum Großteil High Heel freie Zone – für alle, die mir nicht glauben, das sieht im besten Falle dämlich aus und im schlimmsten bricht man sich die Gräten. Also auch mal schön auf bequem machen. Das Wetter im Juni liegt bei maximal 15 Grad und ist damit relativ mild, wobei die Regenwahrscheinlichkeit extrem hoch ist. Der Spruch: The Land of Maybe kommt nicht von ungefähr. Das Wetter ist so unberechenbar, dass Entscheidungen über Ausflüge nur spontan gefällt werden können also: Don’t blame it on the weatherman und nehmt Euch notfalls ordentliche Funktionsklamotten mit.

Überall wo man sich auch aufhält, trifft man freundliche, aufgeschlossene Menschen, die bei Fragen gerne weiterhelfen. Das wöchentliche Workout hat uns bei den Wandereinheiten leider nicht weiter geholfen – Beinta und ihr Freund Heini waren uns da haushoch überlegen. Das ist allerdings auch gar nicht schlimm, weil es so viel zu staunen und zu genießen gibt, dass man im Verhältnis zu dem stressigen Stadtleben gerne einfach mal lauscht, schaut und entspannt …

Impressionen:

Kathleen Neumann

Inhaberin

E info@secret-closet.de
T +49 341 26355279
A Waldstraße 21, 04105 Leipzig
W http:// secret-closet.de

Die Färöer Inseln – ein Exkurs in „The Land of Maybe“

Montag, 3. August 2015

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