Seide zählt, wie auch Wolle, in die Kategorie der Eiweißfasern. Sie ist tierischen Ursprungs und wird durch speziell gezüchtete Seidenraupen produziert. Die Aufwendigkeit der Züchtung und Pflege der sogenannten Maulbeerspinner macht den Stoff so besonders und nicht zuletzt hochpreisig.

Die innere Struktur der Seidenfaser schafft eine hohe Zugfestigkeit und eine gute Elastizität. Der Glanz der Seide entsteht durch den Prozess der Entbastung (Abkochen in Seifenlauge). Hier wird der Seidenleim von der Rohseide entfernt, der ihn sonst hart und spröde macht. Ein weitere charakteristische Eigenschaft des Seidestoffes ist der weiche und geschmeidige Griff.

Wildseide wird als Tussahseide bezeichnet, da sie durch eine andere Form der Seidenspinner, den wild lebenden Tussahspinnern entstehen. Die Wildseide unterscheidet sich in ihrem Griff stark von der Seide der Maulbeerspinner. Sie ist gröber, da sie sich nicht entbasten lässt und hat dadurch eine bräunliche bis rötliche Naturfarbe.

Durch die glatte Struktur wird Seide oft als kühlend empfunden. Allerdings kann die Körperwärme aufgrund der Garnstruktur nur schlecht entweichen, was zu einer leichten Wärmeisolierung führt.

Seide findet sich häufig in Mischungen mit edlen Tierhaaren wie Alpaka, Kaschmir, Mohair oder Wolle. Die Fasereigenschaften ergänzen sich dabei gegenseitig und haben ein wunderbar angenehmes Tragegefühl.

Ähnlich wie bei Wolle zählen zu den natürlichen Feinden der Seide starke Sonneneinstrahlung und Motten. Da es sich bei der Faser um eine Eiweißfaser handelt, tendiert sie zum Austrocknen bzw. Ausbleichen. Kleidung aus Seide sollte daher nicht dauerhaft dem Sonnenlicht ausgesetzt werden. Beim Waschen Handwaschprogramm und Feinwaschmittel anwenden oder reinigen lassen.

Achtung! Schweiß, Deo oder Parfüm können Veränderungen des Farbtons hervorrufen und das Material unter Umständen brüchig machen.

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