Wolle impliziert ausschließlich Schafsfell, es zählt zur Gruppe der Eiweiß- oder Proteinfasern.

Die Längsansicht der Wollfaser besteht aus einer schuppenartigen Dachziegel-Struktur. Sie kann bis zu 30% Feuchtigkeit in Form von Wasserdampf aufnehmen, ohne dass sich das Kleidungsstück klamm anfühlt. Die Oberfläche der Faser ist wasserabweisend und lässt Wassertropfen abperlen.

Aufgrund des Keratins (einer Eiweißsubstanz) in der Faser gilt Wolle als sehr guter Wärmespeicher bzw. hat sie eine hohe Wärmeisolierung. Man unterscheidet zwischen Kammgarngewebe (feine Materialien, oft auch in Form von Sommerwolle für Anzüge) und Streichgarngewebe (gröbere, voluminösere Kleidung).

Mischungen aus Wolle mit einer anderen Chemiefaser (z.B. Polyester, Polyacryl oder Polyamid) sind bewährte Kombinationen. Der Vorteil einer solchen Fasermischung ist, dass die für die Wolle sonst so typische Filzneigung vermindert wird.

Die Pflegeeigenschaften werden einerseits verbessert des Weiteren erreicht man durch die Beimischung von Chemiefasern eine niedrigere Scheuerbeanspruchung. Die Peelingneigung (Bildung kleiner Faserknötchen) nimmt ab womit die Halbwertszeit der Kleidungsstücke steigt. Da sich die Schuppen in der Wollfaser durch mechanische und thermische Einflüsse sowie Feuchtigkeit ineinander verhaken und verfilzen können, sollte man Wolle entsprechend den Pflegehinweisen nur im Woll- oder Handwaschprogramm waschen.

Wolle sollte weder in der Sonne noch auf der Heizung getrocknet werden – da sonst die Gefahr besteht, dass die Kleidungsstücke ausbleichen und an Elastizität verlieren. Im Liegen trocknen verhindert Verformung der Kleidungsstücke. Beim Lagern im Schrank darauf achten, dass Motten ferngehalten werden (etwa durch Mottenkugeln oder Mottenpapier).

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